Aktualisiert am
04.02.2006

 

Erste Schritte


Es sind kurz nach der Geburt des Kindes einige Dinge wichtig, die man bedenken sollte:

  • Es ist wichtig abzuklären, ob das Kind Probleme mit der Atmung und / oder Ernährung hat. Es können Trink- und Schluckprobleme auftreten. Am besten wäre es, wenn eine Stillberaterin hinzugezogen werden könnte. Falls es mit dem Stillen nicht klappen sollte, wäre eine sinnvolle Alternative z.B. der Habermann Sauger. Es gibt von Medela eine Broschüre mit dem Titel: "Lasst uns etwas Zeit". In dieser gibt es gute Tipps zur Ernährung.
  •  Zudem wäre es sinnvoll, einen Kieferorthopäden wegen einer Gaumenabdeckplatte hinzuzuziehen. Diese wird oft fälschlicherweise Trinkplatte genannt. Sie hilft zwar auch beim Trinken, soll aber in erster Linie im Mund einen "normalen" Zustand herstellen. Das Kind kann damit besser trinken, atmen, und nicht durch falsche Zungenbewegungen die Spalte mit der Zunge mit der Zeit noch verbreitern.
  • Man kann beim Versorgungsamt einen Behinderten-Ausweis beantragen. Wenn man das Kind privat versichern will oder eine Krankenhaustagegeld-Versicherung abschließen will, dann sollte man dies in den ersten Tagen nach der Geburt tun.
  • Der Mund-Kiefer-Gesichtschirurg sollte auch so bald wie möglich hinzugezogen werden. 
  • Kinder mit einer Spalte, egal wie groß, neigen sehr oft zu Mittelohrentzündungen. Jeder kleine Schnupfen kann relativ schnell zu einem Paukenerguß hinter dem Trommelfell führen. Dadurch hören die Kinder dann erheblich schlechter. Es ist dann so, als wenn man beim Schwimmen unter Wasser ist und oben über Wasser gesprochen wird. Durch lange Schwerhörigkeit können Wahrnehmungs- und Koordinationsstörungen entstehen. Man sollte also regelmäßig mit dem Kind zu einem erfahrenen Ohrenarzt gehen. Evtl. ist in der Nähe sogar ein Pädaudiologe und Phoniater, der so etwas noch besser abklären kann. Manche Städte haben auch ein Schwerhörigenzentrum, wo man es abklären kann (Achtung, lange Wartezeiten, bis man einen Termin bekommt).
  • Am besten wendet man sich an Spaltzentren, diese sind meistens in Universitätskliniken zu finden. Dort wird auch interdisziplinär gearbeitet und es sind die meisten Erfahrungen vorhanden. Die Fahrt dorthin sollte einem das Kind wert sein.
  • Man sollte sich auch bei erfahrenen Sprachtherapeuten Hilfe holen. Die Listen von Sprachtherapeuten bekommt man im Gesundheitsamt oder guckt einfach in die Gelben Seiten. Diese können einem oft hilfreiche Tipps geben.
  • Es ist auch nie verkehrt in eine Selbsthilfegruppe einzutreten. Dort bekommt man viele wertvolle Tipps. Bei der WRG bekommt man als Mitglied u.a. 3x im Jahr die Mitgliederzeitschrift "Gesichter" und andere Hilfen angeboten.

 

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